DIETER HANS ATZ, JHRG. 1955
Autodidaktischer Fotograf
Diverse Wettbewerbserfolge, Ausstellungen und Auszeichnungen.
Studium an der Akademie für Bildende Kunst in Lahr

                                      Seit nun 55 Jahren beschäftige ich mich mit dem Medium Fotografie.

Der Umgang mit einer Kamera ist für mich sowohl dokumentarische als auch kreative Tätigkeit. Ich nehme meine Umwelt bewusst wahr, widme mich Landschaften, Architektur und beobachte Menschen bei ihrem Tun, um sie fotografisch zu begleiten.

Obwohl ich bereits in jungen Jahren mit der damaligen Kameratechnik vorzeigbare Bilder anfertigen konnte, wurde mir erst mit dem Erwerb meiner ersten Spiegelreflexkamera im Jahr 1973 und durch die Begegnung mit den Arbeiten des Österreichers Ernst Haas bewusst, welche Möglichkeiten sich mir durch den gezielten Einsatz der Kamera eröffneten.

An seiner Art zu fotografieren – Szenen mit wenigen Aufnahmen inhaltlich präzise zu dokumentieren und Landschaften eindrucksvoll wiederzugeben – habe ich mich orientiert. Ebenso zeigten mir die experimentellen und teilweise surrealen Fotografien von Man Ray die künstlerische Seite dieses Mediums.

Begonnen habe ich mit reinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen und deren Ausarbeitung in der Dunkelkammer. In den 1980er-Jahren vertiefte ich mich zunehmend in die Farbfotografie. Trotz des Umstiegs auf die digitale Fotografie nach der Jahrtausendwende bin ich der analogen Arbeitsweise bis heute treu geblieben. Gerade diese Vielseitigkeit fasziniert mich: Einerseits eröffnen neue technische Möglichkeiten nahezu unbegrenzte Wege zur Umsetzung von Bildideen, andererseits verlangen sie Erfahrung, Geduld und einen bewussten Umgang mit dem Medium.

Die hier präsentierten Fotografien und Serien zeigen Auszüge aus beiden Welten. Der überwiegende Teil entstand analog und wurde lediglich mit Lightroom oder Photoshop behutsam in kritischen Bildbereichen optimiert.Die übrigen Arbeiten basieren auf digitalen Bildideen, die teilweise durch gemalte Elemente ergänzt wurden. Dabei verzichte ich bewusst auf Hinweise, welche Bestandteile real und welche meiner Fantasie entsprungen sind. Der Betrachter soll selbst entdecken, welche Ebene eines Bildes dominiert. Entscheidend ist für mich die Wirkung, die ein Bild beim Betrachter auslöst.

Erweitert durch Übermalungen von Fotografien und die Gestaltung von Collagen ist in mehr als fünf Jahrzehnten kreativen Schaffens ein umfangreiches Portfolio entstanden.

Ob ich analog arbeite oder mit digitalen Kameras fotografiere, hängt stets vom jeweiligen Motiv ab. Besonders bei Reportagen und ausgewählten Porträts greife ich gerne auf bewährte analoge Technik zurück – einerseits, um mich ganz auf das Motiv zu konzentrieren, andererseits, um mir das Wissen und die Erfahrung klassischer Aufnahme- und Laborverfahren zu bewahren.

Ergänzend präsentiere ich hier auch verschiedene malerische und grafische Arbeiten sowie Bildideen, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz entstanden sind. Mit Projekten wie „Project QR“ oder „Metamorphose“ zeige ich ortsspezifische Installationen, die sich mit der digitalen Vermittlung und Wahrnehmung von Kunst sowie mit gesellschafts- und sozialkritischen Themen auseinandersetzen.

Vielen Dank für Ihr Interesse