„SIGHTS“ 

in Anlehnung des Stummfilmklassikers „Metropolis“ von Fitz Lang.  

Konträr den aussagekräftigen Mimiken der Schauspieler, kreierte ich nichts sagende – durch uns hindurch blickende – Darsteller.

PIXEL PAINTINGS 

„TWO DOCTORS“  &  „THE LOWER PART OF WONDER WOMAN“

entstanden jeweils aus einer Vielzahl von KI generierten Elementen und  

 mehr oder weniger aufwändiger Nachbearbeitung – mittels PHOTOSHOP und Grafikstift.

Real oder fake ?

Sind wir überhaupt noch fähig echte Szenen von denen KI generierter zu unterscheiden ?

„BRAINSTORM bewegt sich an der Schnittstelle von Fotografie, digitaler Bildbearbeitung und malerischer Abstraktion und zeigt ein Zwischenfazit meiner Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der KI in der Welt der Bilder. Ausgangspunkt sind fotografische Fragmente, die bewusst in ihre kleinsten visuellen Einheiten zerlegt und neu zusammengesetzt werden.  Auf den ersten Blick erscheinen die Arbeiten der jeweiligen Themen : unwirklich, malerisch oder realistisch. Erst beim längeren Betrachten lassen  Motive, Bildstrukturen oder figürliche Positionen Entstehungstechniken erkennen, die nicht auf Basis realer Fotografien oder Malereien entstanden sein könnten. Dieser Prozess des Erkennens und erneuten Verwerfens ist zentral für die Serie: 

Die Bildeserie  thematisiert das Sehen im digitalen Zeitalter, in dem Bilder permanent verfügbar, aber selten wirklich betrachtet werden und auf Echtheit oft nicht hinterfragt

Fotos /Bilder mit KI erstellt.

DA 2023 – 2025

ABOUT BRAINSTORM

Das Aufkommen der Künstlichen Intelligenz in der Bildwelt traf mich im Frühjahr 2023 völlig unerwartet. Viele meiner aufwendig entwickelten fotografischen und künstlerischen Arbeitsweisen schienen plötzlich infrage gestellt. Nach einer Phase der Skepsis entschied ich mich jedoch, diese Entwicklung nicht gleich als Bedrohung, sondern als Herausforderung zu begreifen.

Innerhalb eines Jahres eignete ich mir den Umgang mit KI-gestützten Bildgeneratoren an. Die hier gezeigten Arbeiten dokumentieren dieses erste „Lehrjahr“. Sie entstanden aus dem Zusammenspiel meiner Bildideen, präziser Texteingaben, den Vorschlägen der KI und einer anschließenden intensiven Nachbearbeitung mittels Photoshop. Die künstliche Intelligenz liefert Möglichkeiten – die gestalterischen Entscheidungen bleiben meine.

Diese neue Technik wirft zugleich eine spannende Frage auf: Können wir heute noch sicher unterscheiden, was fotografiert, gemalt oder vollständig künstlich erzeugt wurde? Und: welche

Wertigkeit haben solche Bilder in den Augen der Betrachter.

Trotz aller Faszination sehe ich die KI vor allem als  Zusatz-Werkzeug bei kreativen Bildumsetzungen. Sie kann Arbeitsprozesse verkürzen und Bildideen umsetzen, die mit klassischen Mitteln kaum realisierbar wären. Sie ersetzt jedoch weder den Blick des Fotografen noch die Freude am Arbeiten mit der Kamera und mit den Menschen. Vermittelt kein unmittelbares Erleben eines Motivs oder die Erfahrung aus Jahrzehnten fotografischer Praxis. 

Deshalb wird die KI meine Arbeit  nicht bestimmen. Meinen Schwerpunkt lege ich  wieder  auf die analoge und dokumentarische Fotografie – das bewusste Sehen, der Umgang mit Licht, Menschen – dem Erleben von Landschaften sowie das handwerkliche Entstehen eines Bildes. Dort liegt für mich die eigentliche Faszination der Fotografie.