M E T A M O R P H O S E
Die Planungsphase
Der Aufbau untersucht die Auflösung und Vervielfachung menschlicher Identität im digitalen Zeitalter. Aus einer instabil wirkenden Ansammlung aus Bildschirmen, Kabeln, Tastaturen und elektronischen Fragmenten entsteht ein hybrider Körper zwischen Mensch und Maschine, Erinnerung und Datenstruktur.
Die übereinander geschichteten Monitore bilden einen digitalen Organismus, dessen Erscheinung zwischen technischer Ruine und lebendigem System oszilliert. Einzelne Bildschirme zeigen flüchtige Gesichter, fehlerhafte Avatare, leere Benutzeroberflächen oder Datenstörungen. Die Fragmente fügen sich nie zu einem vollständigen Selbstbild zusammen.
Die Arbeit stellt Fragen, die heute zunehmend an Bedeutung gewinnen:
Was geschieht mit unserer Identität, wenn Erinnerungen,Kommunikation und Wissen mehr in technische Systeme ausgelagert werden ? Wie verändert sich unser Selbstverständnis in einer Welt, die immer stärker von digitalen Prozessen geprägt wird ?. Wie sehr ist unser Leben abhängig von digitalen Strukturen und können wir uns diese immer kürzeren Verfallszeiten der dazu benötigten Hardware, als auch den immens steigenden Energieverbrauch überhaupt noch leisten.?
Die Umsetzung. 7/2026
V I D E O S
Foto in Teilen mit KI erstellt.






Ausgehend von Fritz Langs filmischen Zukunftsepos „METROPOLIS“, in dem die Mehrheit der arbeitenden Menschen dem vorgegebenen Takt der mechanischen Maschinen folgt, untersucht meine Arbeit die gegenwärtige Transformation des Menschen im digitalen Zeitalter. Wie im Film von 1928 unterwirft sich der Mensch – keine hundert Jahre später – seiner eigenen technologischen Schöpfung. Doch an Stelle mechanischer Maschinen tritt heute die digitale Reproduktion seiner Selbst. Der Mensch archiviert sein Wissen, erschafft virtuelle Abbilder seiner Identität und überträgt Erfahrungen und Bewusstsein in digitale Systeme.
DA 8/2026
