G.A.L.A.K.T.I.K.A
Bilder jenseits irdischen Ursprungs
GALAKTIKA entstand während der Corona Epedemie 2020 aus Fotos verschiedenster Oberflächen, Grafiken und Gemaltem.
Nach wochenlanger Kontaktarmut und Reiseeinschränkungen sowie der Ungewissheit, wie weit dieser Umstand unser aller Zusammenleben noch beeinträchtigen würde, suchte ich nach einer Ablenkung und Aufgabe. Da ich auch keine Freude am fotografieren von maskierten Mitmenschen empfand und mir die Motive in dieser Zeit „nicht vor die Füße gelegt „wurden, beschloss ich diesen unliebsamen Planeten – wenigstens im „Geiste “ zu verlassen“ und Bilder zu schaffen, die nichts mit Motiven gemein haben, die uns umgeben.
Die Serie G.A.L.A.K.T.I.K.A untersucht Bildräume, die sich einer eindeutigen Verortung entziehen. Strukturen, Lichtfragmente und Formen erinnern an kosmische Landschaften, ohne konkrete Referenzen festzuschreiben. Die Arbeiten bewegen sich bewusst im Spannungsfeld zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos – zwischen inneren Bildwelten und der Vorstellung unendlicher Weite.
Auf den ersten Blick wirken die Motive abstrakt oder ornamental. Erst bei genauerem Hinsehen eröffnen sich Tiefe, Bewegung und narrative Fragmente. G.A.L.A.K.T.I.K.A folgt damit dem Prinzip des zweiten Blicks: Die Bilder verweigern schnelle Lesbarkeit und entfalten ihre Wirkung erst durch längere Betrachtung. Wahrnehmung wird nicht bedient, sondern herausgefordert. Die Serie reflektiert aktuelle Fragen nach Orientierung, Maßstab und menschlicher Position im digitalen und visuellen Zeitalter. Kosmische Assoziationen werden nicht illustrativ genutzt, sondern als Projektionsfläche für innere Zustände, Erinnerungen und Imaginationen. Realität und Vorstellung beginnen sich zu überlagern.
Die Serie ist als offene Bildlandschaft angelegt – weniger als abgeschlossene Erzählung, mehr als visuelles System. Die Arbeiten laden dazu ein, den eigenen Blick zu verlangsamen und im wiederholten Sehen neue Bedeutungen zu entdecken.
Ausstellungskontext:
Die Serie eignet sich besonders für räumliche Inszenierungen, in denen Dunkelheit, Abstand und Abfolge eine Rolle spielen. Durch serielle Hängung oder immersive Präsentation kann G.A.L.A.K.T.I.K.A als visuelle Erfahrung zwischen Kontemplation und Irritation erfahrbar werden.
